Interview Bewertung und Sanierung von Feuchteschäden (Sanierungsvorsprung 07/2026)

Im Gespräch zur Bewertung und Sanierung von Feuchteschäden
„Ursachen müssen dauerhaft beseitigt und nicht nur Symptome kaschiert werden.“

In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Der SanierungsVorsprung“ (Juni/Juli 2026) stehe ich in einem ausführlichen Interview Rede und Antwort zu einem meiner Kerngebiete: der fachgerechten Beurteilung und Sanierung von Feuchteschäden.

Warum Standardlösungen oft versagen

Feuchteschäden sind komplex. Häufig werden sie – oft unter Zeitdruck oder basierend auf gefährlichem Halbwissen – lediglich an der Oberfläche behandelt. Der bloße Einsatz der „chemischen Keule“ oder ein einfacher Anstrich bei Schimmelbefall bekämpft jedoch nur das Symptom, nicht die Ursache.

Systematische Analyse als Schlüssel zum Erfolg

In der sachverständigen Praxis folge ich einem strengen, standardisierten Protokoll, um keine Details zu übersehen. Mein systematischer Ansatz umfasst:

  • Anamnese und Rahmenbedingungen: Klärung des zeitlichen Ablaufs und ganzheitliche Betrachtung des Objekts (Gebäudeart, Bauweise, Klimadaten).
  • Messtechnik mit Verstand: Ein Messwert auf einem Display ist keine Diagnose. Die Kunst liegt darin, Störfaktoren zu eliminieren und Daten in den bautechnischen Kontext zu setzen.
  • Zerstörungsfreie Methoden & bei Bedarf Probenahmen: Einsatz von kapazitiver Feuchtigkeitsmessung, Klimadaten-Logging und Thermografie, ergänzt durch mikrobiologische Laboranalysen bei gesundheitlicher Relevanz.

Der „Fall des Monats“: Wenn Ursachensuche zur Detektivarbeit wird

Im Interview erläutere ich zudem einen besonders kniffeligen Praxisfall:
Die vermeintliche Leckage in einer „Weißen Wanne“ entpuppte sich nach präziser Analyse als Kondensatproblem durch eine massive Wärmebrücke an einer ungedämmten Bodenplatte. Durch die korrekte physikalische Diagnose konnte dem Eigentümer eine fünfstellige Summe für eine unnötige Außensanierung erspart werden.

Mein Fazit für die Praxis: 
Ursachen müssen dauerhaft beseitigt und nicht nur Symptome kaschiert werden. Nur das Zusammenspiel von präziser Messtechnik und tiefem bauphysikalischem Verständnis schützt die Bausubstanz nachhaltig und spart dem Kunden langfristig Kosten.

Das vollständige Interview finden Sie in der Ausgabe 78 des Fachmagazins „Der SanierungsVorsprung“.
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